Störungsbilder in der Logopädie
Stottern
Es handelt sich um eine Störung des Redeflusses mit Unterbrechungen, auffälligen Blockaden, Wiederholungen oder Dehnungen.
Wie sehen die Symptome aus?
- Sie oder Ihr Kind wiederholen oft Laute, Silben und Wörter?
- Sie oder Ihr Kind dehnen Laute, Silben oder Wörter?
- Sie oder Ihr Kind bleiben an einem Laut oder Wort hängen und versuchen mit Druck aus dem Wort/Laut zu kommen (Block)?
- Sie oder Ihr Kind haben Sprechängste?
- Sie oder Ihr Kind vermeiden Sprechsituationen, Wörter, Laute und Personen?
- Sie oder Ihr Kind werden in Sprechsituationen unruhig, angespannt, fangen an zu schwitzen, bekommen Herzklopfen?
- Sie oder Ihr Kind ziehen sich aus Sprechsituationen zurück?
- Sie oder Ihr Kind versuchen durch Mitbewegungen des ganzen Körpers aus dem Stottersymptom heraus zu kommen?
Ablauf einer Behandlung:
- Sie sollten Ihre Symptome und den Umgang mit dem Stottern analysieren und erkennen (Stottern zeigen – nicht vermeiden)
- Enttabuisierung und Entwertung des Stotterns
- Stottern lernen – und lernen, sich selbst als Stotterer anzunehmen
- Lernen, sich unangenehmen Sprechsituationen zu stellen
- Unterstützung beim Finden einer leichteren Form des Stotterns
- Unterstützung beim Abbau von Sprechängsten
- Anleitung zur Veränderung der Einstellung und der Gefühle gegenüber dem Stottern
- Bei Kindern Elternberatung und Training von stotterhemmendem und sprachförderndem Verhalten und Einsatz von absichtlichem Stottern – zum Abbau von Ängsten
Methoden in der Behandlung:
- Stottertherapie im Kindesalter nach P. Sandrieser (Mini-KIDS, Schul-KIDS)
- Stottertherapie nach Ch. van Riper
- Bonner Stotterkonzept nach Prüss
- Hypnose
- NLP (Neurolinguistisches Programmieren)
- u.a.
Vor jeder Therapie: Ärztliche Abklärung
Vor Beginn einer logopädischen Behandlung ist in der Regel eine ärztliche Diagnose erforderlich. Diese stellt die Grundlage für eine gezielte und wirksame Therapie dar. Gerne beraten wir Sie im Anschluss persönlich zu den nächsten Schritten.